Ab wann ist das Kind bereit für eine Babyschaukel?

Babyschaukel Alter

Ab wann ist das Kind bereit für eine Babyschaukel?

Babys lieben es, herumgetragen und geschaukelt zu werden. Das erinnert sie an die Zeit im Mutterleib, in der sie ebenfalls fast die ganze Zeit sanft hin und her gewiegt wurden. Daher fühlen sie sich bei solchen Bewegungen besonders geborgen. Frischgebackene Eltern haben ihre Babys auch am liebsten bei sich, um sie zu betrachten und mit ihnen zu kuscheln. Rund um die Uhr funktioniert das aber natürlich nicht. Alle Mamas und Papas müssen auch einmal für sich sein, um sich auszuruhen, eine ausgiebige Dusche zu genießen oder alltägliche Aufgaben zu erledigen. Dann ist es hilfreich, wenn Du einen Platz für Dein Baby hast, an dem es sich fast genauso sicher und geborgen fühlt wie bei Dir in den Armen. 

Ein solcher Ort kann eine Babyschaukel sein. Es handelt sich hierbei um eine mit Haltegurten versehene Schaukel, in der Dein Baby liegen kann. Die Schaukelbewegungen werden entweder von Dir manuell ausgeführt oder Du wählst ein Modell mit elektrischem Antrieb. Viele Babys lieben es, in einer solchen Babyschaukel zu liegen, denn in dieser Position können sie ihre  Umgebung gut beobachten und gleichzeitig aufgrund der wiegenden Bewegung entspannen. Etliche Kinder schlafen auch in der Babywippe ein. Falls Du eine solche Babyschaukel nutzen möchtest, fragst Du Dich wahrscheinlich, ab wann Dein Kind darin liegen darf. Dieser Frage widme ich mich in diesem Artikel. 

Für eine Altersempfehlung ist die Art der Babyschaukel entscheidend 

Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine allgemeine Altersempfehlung für eine Babyschaukel auszusprechen. Es gibt viele unterschiedliche Modelle im Handel, die für verschiedene Einsatzbereiche gedacht sind. In der Umgangssprache werden vor allem die folgenden Schaukel-Arten als Babyschaukeln bezeichnet:

  • Schaukelwippen (manuell oder elektrisch angetrieben) mit eigenem Gestell 
  • Gitterschaukel oder Babyhopser zum Aufhängen an der Decke oder Tür 
  • Nestschaukel

Die verschiedenen Schaukeln richten sich dabei an Kinder mit unterschiedlichem Alter. Informiere Dich daher vor der Nutzung, ab wann eine solche Babyschaukel eingesetzt werden darf. 

Babyschaukel für Babys
Bereits schon kleine Babys können mit der richtigen Babyschaukel viel Spaß haben.

Schaukelwippe: meist ab Geburt zugelassen

Eine klassische Babyschaukel, die auch als Schaukelwippe, Wippenschaukel oder Babywippe bezeichnet wird, eignet sich aufgrund ihrer Liegefunktion meist bereits für Neugeborene. Sie zeichnet sich durch folgende Ausstattungsbesonderheiten aus:

  • Manuelle oder elektrische Schaukelfunktion
  • Sichere Gurte
  • Mitwachsend dank verstellbarer Rückenlehne / Liegefläche 
  • Oft zusätzliche Features wie Musikfunktion (abspielbare Geräusche oder Melodien) oder Massagefunktion 
  • Integrierter Spielbogen (meist abnehmbar) 
  • Tragegriffe 
  • Zusammenklappbare Konstruktionsweise 

Tipp: Unter anderem bietet der Hersteller Chicco Babyschaukeln mit genau diese Funktionen an!

Angeboten werden solche Babyschaukeln beispielsweise von Ingenuity , Babybjörn und Hauck. Ein beliebtes Modell, das auch bei mir im Test gut abschneidet, ist zum Beispiel die Ingenuity Hoots & Hugs. Es hängt auch vom konkreten Exemplar ab, für welches Alter die jeweilige Babyschaukel geeignet ist. Sofern die Babyschaukel eine liegende Position vorsieht und im Kopf- und Nackenbereich über eine gute Stabilisierung verfügt, ist es möglich, sie bereits kurz nach der Geburt einzusetzen. Ermöglicht die Schaukel hingegen lediglich eine aufrechte Position und hat keine Nacken- und Kopfstütze, so solltest Du Dein Baby frühestens ab Sitzalter hineinsetzen. In den ersten Lebenswochen und -monaten sollten Säuglinge nicht in eine sitzende Position gebracht werden, da die Muskulatur noch nicht kräftig genug ist, um die empfindliche Wirbelsäule ausreichend zu stützen. 

Entscheide Dich am besten für eine Wippe mit verstellbarer Rückenlehne und einer halbmondförmigen Kopfstütze. Diese sollte abnehmbar sein, damit die Babyschaukel mitwächst. Ein solches Exemplar verhindert eine zu starke Belastung der Wirbelsäule und beugt somit Haltungsfehlern vor. Doch auch bei Babyschaukeln mit Liegeposition ist es wichtig, dass das Baby nicht zu häufig darin liegt, um Haltungsschäden und eine Beeinträchtigung der motorischen Entwicklung zu vermeiden. Denn: Physiotherapeuten empfehlen, kleine Säuglinge überwiegend flach auf dem Rücken liegen zu lassen – beispielsweise auf einer Krabbeldecke. Nur dort sind sie in ihrer Bewegung frei und uneingeschränkt und können die nächsten motorischen Meilensteine wie das Drehen auf den Bauch oder das Heben des Köpfchens üben. 

Wichtig: In einem weiteren Beitrag auf dieser Seite verraten wir dir, warum dein Baby nicht zu häufig in der Babyschaukel einschlafen sollte. Außerdem solltest du Wert darauf legen, deine Babyschaukel nicht gebraucht zu kaufen.

Gitterschaukel oder Babyhopser zum Aufhängen: frühestens ab Sitzalter 

Der Begriff „Babyschaukel“ wird mitunter auch für Gitterschaukeln zum Aufhängen genutzt. Es handelt sich hierbei um einen Schaukelsitz, der sich entweder an der Zimmerdecke, im Türrahmen oder draußen an einem klassischen Schaukelgestell befestigen lässt. Die Gitterschaukel eignet sich für kleine Kinder besser als eine normale Balkenschaukel, weil sie ein Herausfallen durch das Gitter verhindert. Alternativ gibt es auch Schaukeln für Babys, die wie ein Kindersitz aus Kunststoff aussehen und über einen Sicherheitsgurt verfügen. Dort schaukelt Dein Nachwuchs ebenfalls besonders sicher. 

Nichtsdestotrotz sollten Gitterschaukeln erst verwendet werden, wenn Dein Baby in der Lage ist, sich selbst hinzusetzen. Dieser wichtige Meilenstein wird meistens im Alter von sechs bis zehn Monaten erreicht. Erst dann ist die Muskulatur stark genug für die aufrechte Position. Ab diesem Alter haben viele Babys dann großen Spaß an einer Gitterschaukel. 

Zudem werden sogenannte Babyhopser im Handel angeboten. Von diesen raten Physiotherapeuten und Ärzte aber mittlerweile ab. Falls Du dennoch einen für Dein Kind nutzen möchtest, solltest Du dies frühestens ab dem Sitzalter tun. Noch besser ist es, den Babyhopser erst anzubieten, wenn Dein Kind selber frei laufen kann. 

 

Nestschaukel – auch für Babys verwenden?

Eine sehr beliebte Kinderschaukel und begehrte Alternative zur klassischen Balkenschaukel ist die Nestschaukel. Auf dem Spielplatz, im Kindergarten oder dem Schulhof ist sie immer der absolute Renner, weshalb die Kinder hier nicht selten Schlange stehen. Die Sitzfläche hat die Form eines Vogelnests und besteht entweder aus einer engmaschigen Matte oder einem groben Geflecht. Einer der beliebtesten Hersteller in diesem Bereich ist die Marke Hudora. 

Nestschaukel Alter

Doch kann eine Nestschaukel auch schon für Babys genutzt werden oder ist es eher ein Spielgerät für Kleinkinder und ältere Kids? Im Allgemeinen würde ich sagen, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, für ein Baby schon eine Nestschaukel anzuschaffen. Es kann mit einer solchen Schaukel noch nicht so viel anfangen und ist in einer Baby- oder Gitterschaukel erst einmal besser aufgehoben. Hast Du hingegen schon ältere Kinder und deshalb einen eigenen kleinen Spielplatz inklusive Gestell mit Netzschaukel und Rutsche im Garten, spricht natürlich nichts dagegen, dort auch das Baby schon zu schaukeln. 

Ab einem Alter von circa drei Monaten kannst Du Dein Baby auf einer dicken Decke in die Schaukel legen und ganz sanft Schwung geben. Natürlich sollte die Schaukel dabei lediglich leicht hin und her schwingen, um ein Herausfallen ebenso zu vermeiden wie eine zu starke Reizung des Gleichgewichtssinns. Außerdem solltest Du Dein Baby die ganze Zeit beaufsichtigen, damit es sich nicht dreht und herunterfällt. So richtig viel Freude haben Kinder an einer Nestschaukel meist etwa ab dem zwölften Lebensmonat. Dann können sie sich auch schon gut festhalten und etwas stärker schaukeln. Besonders gemeinsam mit Mama und Papa in der Schaukel gefällt es Kindern in diesem Alter richtig gut. Falls Du mit Deinem Kind zusammen in der Nestschaukel schaukeln willst, achte aber darauf, dass euer Körpergewicht nicht die maximale Belastbarkeit überschreitet. Erfahre hier mehr über das richtige Alter für eine Nestschaukel.

Im Fisher Price Babyschaukel Test findest du Modelle, welche sich bereits schon für Babys eigene.

Fazit: Auch kleine Babys lieben das Schaukeln

Ich komme zu dem Schluss, dass Du nicht unbedingt warten musst, bis Dein Kinder zwölf Monate alt ist, um eine spezielle Kleinkindschaukel zu kaufen. Es gibt auch für Babys schon tolle Möglichkeiten, eine Schaukel zu nutzen. Kinder können somit schon viel früher zu erfahren, wie viel Vergnügen das Schaukeln bereiten kann. 

Die perfekte Lösung stellt dabei sicher die verstellbare Babyschaukel oder -wippe dar. Sie bietet Deinem Schatz einen sicheren Platz, um sich zu beruhigen. In einer solchen Schaukel kannst Du Dein Baby sanft hin und her wiegen, sodass es sich beinahe so geborgen fühlt wie auf Deinem Arm. Viele kleine Säuglinge können sogar einschlafen, wenn sie in der Babyschaukel liegen. Schon für Neugeborene ist eine Babywippe geeignet, wenn sie eine liegende Position ermöglicht und eine Kopf- und Nackenstütze besitzt. Wichtig ist nur, die Nutzung der Babyschaukel zeitlich zu begrenzen, um gesundheitliche Nachteile zu vermeiden. 

Für ältere Babys ab etwa drei Monaten kann dann auch eine Nestschaukel verwendet werden. Gitterschaukeln oder spezielle Babyschaukelsitze sind ebenfalls für Säuglinge geeignet. Diese sollten aber erst ab Sitzalter eingesetzt werden, um eine Überlastung der Wirbelsäule und der Rückenmuskulatur und somit Haltungsschäden zu vermeiden. Nur in der freien Rückenlage können Babys zudem ihre motorischen Fähigkeiten perfektionieren und weiterentwickeln. In unserem Babyschaukel Ratgeber findest du übrigens eine Liste weiterer Artikel rund um dieses Thema.
 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen